
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat", sagt das Grundgesetz in Artikel 20. Doch wie kann ich als Behinderter, als Kranker oder älterer Mensch tatsächlich meine Rechte kennen und dann auch durchsetzen?
Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen angesichts der Flut an Gesetzen und Urteilen. Das Sozialrecht ist schon mit seinen 12 Büchern, zu denen zahlreiche Verordnungen hinzukommen die wohl umfangreichste Rechtsmaterie im Gesetzesdickicht.
Wer arbeitslos ist, krank oder behindert, übersieht kaum allein, wo er welche Ansprüche geltend machen kann und welche Folgen das für ihn im Einzelfall hat.
Ob es um Arbeitslosengeld, Grundsicherung oder die Rente geht: Wir bieten Orientierung, helfen bei der richtigen Antragstellung und setzen Ihre Ansprüche auch gerichtlich durch. Dabei achten wir auf "Wechselwirkungen" zu anderen Rechts- und Lebensbereichen: Kündigungsschutz für den Schwerbehinderten oder dessen Anspruch auf einen leidensgerechten Arbeitsplatz sind Aspekte, an die wir denken.
Wann habe ich einen Anspruch auf Krankengeld?
Heike S. trifft das Schicksal doppelt und dreifach: Erst erkrankt sie an Krebs und muss sich Operationen und einer langwierigen Rehabilitation unterziehen, dann verliert sie ihren Arbeitsplatz und schließlich verweigert die Krankenkasse die Weiterzahlung von Krankengeld. Sie fragt uns, ob sie forthin nur noch von "Hartz IV" leben müsse?
Was ändert sich für mich bei der Änderung der Pflegestufe in den Pflegegrad?
Frau K. ist fassungslos. Seit Jahren ist sie aufgrund einer schweren Erkrankung erheblich körperlich eingeschränkt und muss rund um die Uhr versorgt werden. Nun erreicht sie ein Bescheid ihrer Krankenkasse, mit welchem diese feststellt, dass die Voraussetzungen für die Zuerkennung Ihrer Pflegestufe nicht mehr vorliegen.
Wann erhalte ich Rente?
Der 55-jährige Heinz M. hatte jahrzehntelang gern gearbeitet: Doch der Arbeitsunfall 1999 hatte ihn aus der Bahn geworfen.